FESSTVaL ist eine Messkampagne mit dem Ziel, Variabilität auf Skalen O(100 m) zu O(10 km) zu erfassen.

Wettervorhersagemodelle arbeiten heutzutage mit einer Auflösung von wenigen Kilometern und auch neuartige Klimamodelle bewegen sich in solchen Bereichen. Nicht desto trotz ist die typische Auflösung von den automatischen Bodenmessnetzen, die routinengemäss den Zustand der Atmosphäre erfassen, nur O(25 km). Dementsprechend können submesoskalige atmosphärische Prozesse mit dem herkömmlichen Messnetz schwer erfasst werden.   

Im Einzelnen sind die Ziele vom FESSTVaL:

  • Submesoskalige Variabilität zu erfassen, indem neuartige Messinstrumente und Messtechniken getestet und benutzt werden
  • die Darstellung von submesoskaliger Variabilität in  hochaufgelösten Wetter- und Klimamodellen gegen die Beobachtungen zu validieren
  • die Beobachtungen für Prozessstudien zu benutzen, insbesondere betreffend die atmosphärische Prozesse, die submesoskalige Variabilität erzeugen sowie die Auswirkung von submesosklaiger Variabilität auf den Zustand der Atmosphäre.

 

Als hauptatmosphärische Phenomene im Fokus während FESSTVaL sind koherente Strukturen in der atmosphärischen Grenzschicht, Cold Pools und Windböen.

 

FESSTVaL findet von Mai bis Juli 2021 mit einer intensiven Messperiode in Juli in Lindenberg statt. FESSTVaL kombiniert verschiedene Messnetze, um den Zustand der Atmosphäre und deren Variabilität best zu erfassen. Neben den vom Deutschen WetterDienst (DWD) in Lindenberg verfügbaren Instrumenten werden insbesondere folgende Instrumente eingesetzt:

  • APOLLOs (100 Stücke): an der Universtität Hamburg entwickelt, insbesondere um Cold Pools durch Messungen von Temperatur und Druck zu erfassen
  • Wetterstationen (25 Stücke)
  • Lidars (10 Stücke)
  • Strahlungsensoren (20 Stücke)
  • Bodenfeuchtesensoren
  • MESSYs: an der FU Berlin entwickelt, selbst-gebaute Wetterstationen, die an Schülern verteilt werden
  • Drohnen und unbemannte Flugzeuge

 

Mehr Information zum FESSTVaL ist hier zu finden.