Beobachtung tropischer Wolken

Gruppenleiter:Lutz Hirsch

Ziel der Tropical Cloud Observations Gruppe (TCO) ist es, meteorologische Beobachtungen zu sammeln und zu nutzen, um das Verständnis der Rolle tropischer Wolken und der Konvektion in den Tropen im Klimasystem zu vertiefen und Hypothesen dieses Verständnisses zu vertiefen.

Um dies zu erreichen, errichtete und betreibt die TCO-Gruppe seit 2010 das Barbados Cloud Observatory (BCO) und leitete die Entwicklung der Wolken-Beobachtungs-Konfiguration des deutschen Forschungsflugzeugs HALO und dessen wissenschaftliche Ausrichtung. In den letzten Jahren hat sich die Gruppe auch aktiver auf die Schiffsmessungen tropischer Wolken fokussiert. Hier konnte auf die früheren Erfahrungen bei der Unterstützung des marinen Aerosolnetzes aufgebaut werden.

HALO und BCO repräsentieren die primären Aktivitäten der Gruppe.
Das BCO wurde 2010 in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern errichtet und erfasst seitdem routinemäßig Wolken, Niederschlag, Aerosol, Wasserdampf und Wind.
Auf dem BCO betreibt die Gruppe zwei hochmoderne Wolkenradare mit unterschiedlichen Frequenzen, verschiedene einzigartige eigen-entwickelte Mehrkanal-Raman-lidars, ein Wind-lidar und Mikrowellen-Radiometer, sowie eine Reihe zusätzlicher unterstützender Instrumente.
Auch immer mehr internationale Gäste und Partnerschaften nutzen die BCO als Plattform für ihre eigenen Instrumentierungen
und eine größere werdende Zahl von Wissenschaftler fordert unsere Datensätze an, um bei der Nutzung der Daten zu helfen.

HALO, das zweite Flaggschiff, wurde von der Gruppe zu einer Fernerkundungsplattform entwickelt.
Die Gruppe ist direkt verantwortlich für eine Reihe von aktiven und passiven Mikrowellen-Fernerkundungsinstrumenten,
und hat sich mit anderen Gruppen in Deutschland zusammengetan, um die Kapazität von HALO zu erweitern.
Dies geschieht zum Beispiel durch die Entwicklung und Zertifizierung eines neuen Dropsonden-Systems,
radiometrische Messungen für Breitbandbestrahlungsstärken und Meeresoberflächentemperaturen sowie für thermische und sichtbare Bildgeber.

Da sich die experimentellen Aktivitäten der Gruppe gut etabliert haben und die Datenerfassung ausgereift ist,
kann sich die Gruppe  zunehmend auf die Entwicklung neuer Datenkonzepte und ihre wissenschaftliche Nutzung konzentrieren.
Letzteres beinhaltet das Testen von wissenschaftlichen Hypothesen sowie die Modellevaluation. (detaillierte Beschreibungen finden sich unter „Forschung“)
Daher ist kein Zufall, dass sich beide Phasen des DYAMOND-Projekts auf intensive HALO-Beobachtungszeiträume konzentrierten.