Lara Wallberg erhält Böttcher-Preis

Für ihre innovativen Forschungen zur Variabilität von Hitzesommern in Europa hat Lara Wallberg den Johann-Max-Böttcher-Preis erhalten. Die Forscherin vom Max-Planck-Institut für Meteorologie nahm die Auszeichnung bei einer feierlichen Veranstaltung in Hamburg entgegen.

Wie entstehen Hitzewellen in Europa? Wann treten sie auf, und wie lassen sich diese Extremereignisse besser vorhersagen? Die Arbeit von Klimaforscherin Lara Wallberg vom Max-Planck-Institut für Meteorologie hat zu diesen brandaktuellen Fragen wichtige Ergebnisse geliefert. Unter anderem zeigte sie, dass extremen Hitzesommern oft ein Wärmestau im Nordatlantik vorausgeht – eine wesentliche Erkenntnis, um Vorhersagen dieser Ereignisse zu verbessern. Für diese innovativen Forschungen wurde Wallberg nun mit dem Johann-Max-Böttcher-Preis ausgezeichnet.

Sven Bethune, Vorsitzender der Böttcher-Stiftung, verlieh den Preis an Lara Wallberg im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung, die am 24. September in Hamburg stattfand.

„Mit diesem Preis würdigen wir Frau Doktor Lara Wallbergs Forschung zu Hitzesommern und möchten sie ermutigen, ihren wissenschaftlichen Weg weiter zu gehen“, so Bethune.

Die Laudatio hielt Klimaforscherin Johanna Baehr, Sprecherin des Exzellenzclusters „Klima, Klimawandel und Gesellschaft“ (CLICCS) an der Universität Hamburg, die Wallberg nominiert hatte. Im Anschluss stellte Lara Wallberg ihr Forschungsthema vor.

MPI-M-Direktor Jochem Marotzke, Leiter der Abteilung „Klimavariabilität“, in der Wallberg forscht, gratulierte der Preisträgerin herzlich. 

„Lara Wallberg widmet sich mit großem Engagement und hoher wissenschaftlicher Expertise einem gesellschaftlich wie wissenschaftlich hochrelevanten Thema. Dabei gelingt es ihr, die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse ihrer Zielgruppen mitzudenken. Dass die Böttcher-Stiftung ihre Arbeit mit diesem Preis würdigt, freut mich sehr.“

Über die Preisträgerin

Lara Wallberg studierte Meteorologie an den Universitäten Hannover und Hamburg. Dabei verbrachte sie ein Semester am University Center of Svalbard in Longyearbyen, Norwegen. Am Max-Planck-Institut für Meteorologie und der Universität Hamburg beschäftigte sie sich im Rahmen ihrer Promotion, welche sie 2023 abschloss, mit der Variabilität von Hitzesommern in Europa. Diese Forschungen setzt sie als Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe „Modellierung des Erdsystems und Vorhersagen“ seither fort mit dem Schwerpunkt auf anwendungsrelevantes Wissen – etwa für die Landwirtschaft. Wallberg engagiert sich am Institut und darüber hinaus für Chancengleichheit und vermittelt ihre Forschungsergebnisse Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe.

Über den Böttcher-Preis

Die Böttcher-Stiftung setzt sich für Bildung, Jugendförderung und die Stärkung demokratischer Kultur ein. Mit dem Johann-Max-Böttcher-Ehrenpreis würdigt sie Personen, die sich in den Bereichen Umweltschutz, Jugendförderung, Demokratie und Marktwirtschaft oder in herausragenden regionalen Projekten besonders engagieren. Benannt ist die Auszeichnung nach dem Husumer Unternehmer Johann Max Böttcher. Sie wird jährlich abwechselnd in Hamburg und Husum vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. 

Kontakt

Dr. Lara Wallberg
Max-Planck-Institut für Meteorologie
lara.wallberg@we dont want spammpimet.mpg.de