Clara Bayley forscht als Postdoc im Rahmen des Susanne-Hasselmann-Fellowships

Mithilfe eines von ihr entwickelten numerischen Modells untersucht Clara Bayley, Absolventin des Graduiertenprogramms IMPRS-ESM, als Postdoc die Mikrophysik von tropischen Wolken. Das Max-Planck-Institut für Meteorologie unterstützt das Vorhaben über drei Jahre mit dem kürzlich ins Leben gerufenen Susanne-Hasselmann-Fellowship.

In der Gruppe von Cathy Hohenegger am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) untersucht Klimaphysikerin Clara Bayley, wie sich Wolken und Regen bilden, und wie sich diese Prozesse in Klimamodellen besser darstellen lassen. Das Forschungsvorhaben baut auf Bayleys Doktorarbeit auf, welche sie im März dieses Jahres am MPI-M  mit Auszeichnung abgeschlossen hatte. Darin hatte sie ein numerisches Modell entwickelt, das die mikrophysikalischen Prozesse beschreibt, durch die Wolkentröpfchen sich bilden, wachsen und miteinander in Wechselwirkung treten. Bayley wird dieses Modell, genannt „Cleo“, erweitern und mit dem Erdsystemmodell ICON koppeln, um ein besseres Verständnis davon zu entwickeln, wie sich niedrige Wolken in den Tropen bilden und wie sie abregnen. Unterstützt wird sie von einer Doktorandin und mehreren studentischen Gästen.

„Ich fühle mich sehr geehrt, das Susanne-Hasselmann-Fellowship erhalten zu haben. Es ermöglicht mir, eine Grundlage für meine wissenschaftliche Laufbahn zu schaffen, indem ich meine Forschungsinteressen relativ eigenständig verfolgen kann, während ich gleichzeitig von der Anleitung durch Cathy Hohenegger und Bjorn Stevens profitiere. Gleichzeitig erlaubt es mir, wertvolle Erfahrungen in der Betreuung von Studierenden und Promovierenden zu sammeln“, so Bayley.

Über das Susanne-Hasselmann-Fellowship

Mit dem neuen Susanne-Hasselmann-Fellowship bietet das MPI-M herausragenden Absolvent*innen der Graduiertenschule IMPRS-ESM die Möglichkeit, drei Jahre lang am Institut zu forschen und Lehrerfahrung zu sammeln. Benannt ist das Förderprogramm nach der Mathematikerin Susanne Hasselmann, die am MPI-M zur numerischen Modellierung von Meereswellen arbeitete. Ihre Beiträge führten zur Entwicklung eines Modells, das heute weltweit zur Vorhersage des Seegangs eingesetzt wird.

„Ich finde es angemessen und wichtig, dass dieses Fellowship nach Susanne Hasselmann benannt ist“, sagt Clara Bayley. „Sie ist eine der Wissenschaftlerinnen, die ich sehr bewundere. In ihrer Generation war es noch nicht so selbstverständlich, dass auch Frauen eigenständig forschten. Durch ihre Leistungen hat Susanne Hasselmann den Weg bereitet für die Forscherinnen nach ihr, und damit irgendwie auch für mich.“

Weitere Informationen

Fördermöglichkeiten für Postdocs

Kontakt

Dr. Clara Bayley
Max-Planck-Institut für Meteorologie
clara.bayley@we dont want spammpimet.mpg.de