Wissenschaftler*innen des MPI-M besuchten Chinesisches Meteorologisches Amt

Bjorn Stevens und Cathy Hohenegger besuchen den CMA Supercomputer und Cloud-Server. Der neue Hochleistungsrechner gehört zu den weltweit schnellsten in der meteorologischen Forschung und heißt Pi, er ist mit einem Cloud-Datenserver verbunden. Beide werden durch das Wandbild visualisiert: Der Computer wird als tiefe, konvektive und Pi-förmige Wolke auf der linken Seite dargestellt, mit zahlreichen flachen, konvektiven Wolken auf der rechten Seite, die das Datensystem symbolisieren.

Dreizehn Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) besuchten Ende März 2018 das Chinesische Meteorologische Amt zum wissenschaftlichen Austausch in den Bereichen Atmosphärenforschung und Klimamodellierung.

Der Besuch in China bestand aus zwei Teilen in zwei verschiedenen Städten. Der erste Teil, in Guangzhou im Süden Chinas, war ein Workshop zum Thema Modellierung atmosphärischer Prozesse auf verschiedenen Skalen (Multiskalenmodellierung). Alle Wissenschaftler*innen präsentierten ihre Ergebnisse in wissenschaftlichen Präsentationen, gepaart mit Präsentationen der chinesischen Kollegen. Der zweite Teil, in Peking, war ein Trainingskurs, in dem alle einen oder mehrere Vorträge zu ihrem spezifischen Fachbereich innerhalb der Klimaforschung präsentierten. Die dreizehn Teilnehmer*innen repräsentierten die gesamte Bandbreite der Forschung in der Abteilung "Die Atmosphäre im Erdsystem" am MPI-M. Hauptorganisator des MPI-M war Dr. Chao Li, Wissenschaftler in der Abteilung "Ozean im Erdsystem", der dem Institut im Laufe der Jahre zu einer engeren Zusammenarbeit mit verschiedenen chinesischen Forschungseinrichtungen verholfen hat.

Prof. Bjorn Stevens, Direktor am MPI-M: "Ich war fasziniert von der Forschungsstation, die die Chinesen in Longmen, nordwestlich von Guangzhou, aufbauen. Das Klima dort ist tropisch und in der Vormonsunzeit des Frühsommers können sich über ihr sehr starke Wind- und Wettersysteme entwickeln, viele mit warmem Regen. Im Winter kann man sehr gut Stratocumulus-Wolken beobachten - und das alles in einer Region, die sich massiv entwickelt hat und eine städtische Bevölkerung von etwa 40 Millionen Einwohnern hat."

Durch den Austausch haben die Wissenschaftler*innen aus Deutschland die Expertise und Interessen der chinesischen Forscher*innen besser kennengelernt. Neben den Beobachtungen interessieren sich die chinesischen Kolleginnen und Kollegen sehr für Wolken und konvektive Prozesse, ihre Interaktion mit der Erdoberfläche und ihre Darstellung in sehr hoher Modellauflösung. Diese Interessen ergänzen die des MPI-M und werden hoffentlich in Zukunft durch eine neue deutsch-chinesische Initiative zur Förderung der Klimaforschung unterstützt.

Weitere Informationen
Webseite China Meteorological Administration (CMA)

Kontakt
Prof. Dr. Bjorn Stevens
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel.: 040 41173 422 (Assistentin Angela Gruber)
E-Mail: bjorn.stevens@we dont want spammpimet.mpg.de