Dirk Notz nimmt Professur an der Universität Hamburg an

Foto: © Torsten Heller, AF Expeditionen

Dr. Dirk Notz, Gruppenleiter in der Abteilung „Ozean im Erdsystem“ am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), hat zum 1. September 2019 einen Ruf auf eine Professur am Institut für Meereskunde im Centrum für Erdsystemwissenschaften und Nachhaltigkeit (CEN) an der Universität Hamburg angenommen. Dirk Notz wird das MPI-M jedoch nicht ganz verlassen und weiterhin seine Gruppe “Meereis im Erdsystem” und das Eislabor des MPI-M betreuen.

Dirk Notz studierte Meteorologie an der Universität Hamburg und der University of Washington, Seattle, USA, sowie Arktische Geophysik am University Centre in Svalbard auf Spitzbergen, Norwegen. Er promovierte 2005 mit einer Arbeit über „Thermodynamic and Fluid-Dynamical Processes in Sea Ice“ an der University of Cambridge, UK. Danach kam er bis 2007 als Gary-Comer-Fellow for Abrupt Climate Change an das MPI-M. Seit 2008 leitete er die unabhängige Max-Planck-Forschungsgruppe „Meereis im Erdsystem“ am MPI-M, die an einem besseren Verständnis der Meereisentwicklung innerhalb des sich verändernden Klimas arbeitet. 2017  wurde diese Gruppe der Abteilung „Ozean im Erdsystem“ angegliedert. 2014-2017 hatte er zudem eine Gastprofessur für physikalische Ozeanographie am University Centre in Svalbard inne. Dirk Notz trägt als Leitautor wesentlich zum 2021 erscheinenden Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC bei.

Dirk Notz‘ Arbeitsfeld ist das arktische und antarktische Meereis. Am MPI-M untersuchte er Eis-Ozean-Atmosphäre-Wechselwirkungen und verknüpfte dabei Erkenntnisse aus gekoppelten Klimamodellen, konzeptioneller Modellierung und Satellitenmessungen. Diese Arbeiten haben in den letzten Jahren zu einem deutlich besseren Verständnis der großskaligen Entwicklung des Arktischen Meereises geführt.  Neben der Modellierung führte Dirk Notz mit seiner Arbeitsgruppe im eigenen Eislabor und vor Ort in der Arktis und Antarktis Messungen zur Salzgehaltsentwicklung von Meereis und zu dessen optischen Eigenschaften durch und untersuchte neben den Eigenschaften der Eis-Ozean-Grenzfläche auch die Schmelzwasserflüsse im Meereis. Hierfür entwickelte er auch eigene Messtechniken.

Ab September 2019 wird Dirk Notz als Professor an der Universität Hamburg arbeiten. Dort wird er auch weiterhin das Spannungsfeld zwischen Modellen und Beobachtungen nutzen, um tiefgehende Einblicke in die Funktionsweise der Polargebiete unseres Planeten zu gewinnen. Sein besonderes Augenmerk wird dabei in Zukunft im Rahmen des Exzellenzclusters CliCCS auch auf den biogeochemischen Kreisläufen in der Arktis liegen, ein entsprechendes Teilprojekt leitet Dirk Notz in Zukunft zusammen mit Kollegen des MPI-M und der Universität Hamburg. „Ich freue mich wirklich sehr auf die neuen Herausforderungen an der Universität Hamburg“, sagt Notz, und fügt hinzu „aber es ist auch schön, weiterhin durch die räumliche Nähe engen Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen am MPI-M halten zu können.“

Weitere Informationen:
Interview mit Dirk Notz "Wer Bilder von der Arktis sieht, kann den Wandel nicht leugnen", geführt von Ute Kreis (CEN, Universität Hamburg)

Kontakt

Dr. Dirk Notz
Max-Planck-Institut für Meteorologie
E-Mail: dirk.notz@we dont want spammpimet.mpg.de