Wetter-Klima-Interaktion
Unsere Gruppe untersucht die Wechselwirkung zwischen kleinskaligen Wetterprozessen und großskaligen Klimadynamiken, um das Klima der Erde besser zu verstehen.
Das Wetter beschreibt die tägliche oder sogar stündliche Variabilität in den atmosphärischen Zuständen: ob es an einem bestimmten Ort sonnig, windig oder regnerisch ist. Das Klima hingegen beschreibt den allgemeinen, gemittelten Zustand der Wetterlagen über einen längeren Zeitraum. Ein Beispiel ist die Tatsache, dass die Durchschnittstemperatur in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist. Im Kontext der globalen Erwärmung wird das Wetter oft als "Sklave" des großen Klimazustands behandelt, der sich ihm anpasst. Es lässt sich jedoch auch anders interpretieren: Die statistischen Eigenschaften des Wetters bestimmen den sich ändernden Klimazustand.
Ein Beispiel hierfür ist die Wechselwirkung zwischen feuchter Konvektion und großskaliger atmosphärischer Zirkulation in den Tropen. Obwohl die Hadley-Zellen, die ITCZ und die Walker-Zirkulation in den Jahresmittelwerten als beständige, sanfte Umkehrzirkulationen erscheinen, werden sie durch zeitweise auftretende und heftige Episoden von schweren Gewittern auf stündlicher bis täglicher Basis aufrechterhalten. Wird das statistische Verhalten der Konvektion durch große Skalenbeschränkungen gesteuert oder ist es die Wetterdynamik, die die Änderungen in der großen Skalenzirkulation steuert? Vielleicht ist es eine Kombination aus beidem – was auf eine skalenübergreifende, wechselseitige Wirkung hinweist.
Um zukünftige Klimaveränderungen zu verstehen oder sogar vorherzusagen, ist es von entscheidender Bedeutung, die skalenübergreifende Wirkung zwischen Wetter und Klima zu verstehen. Das am MPI-M entwickelte Hochauflösungsklimamodell ICON, ermöglicht eine genauere Untersuchung solcher Zusammenhänge. Unsere Gruppe konzentriert sich derzeit auf die folgenden Themen:
Aktuelle Schwerpunkte
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Welches statistische Verhalten zeigen Konvektion und vertikale Geschwindigkeit, wenn die großskalige Walker-Zirkulation sich unter Erwärmung ändert?
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Welche physikalischen Prozesse treiben solche statistischen Änderungen in Gebieten mit unterschiedlicher konvektiver Aktivität an?
Gruppenmitglieder und Publikationen
Kontakt
Dr. Wei-Ting Hsiao
Gruppenleiter
Tel.: +49 (0)40 41173-188
wei-ting.hsiao@mpimet.mpg.de
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