Scientific Computing Laboratory (SCLab)

Das Scientific Computing Laboratory (SCLab) fördert und unterstützt die wissenschaftliche Modellierungs-IT-Infrastruktur des MPI-M sowie dessen übergreifende Modellentwicklung. Die Einheit besteht aus drei Gruppen: Central IT Service (CIS), Computational Infrastructure and Model Development (CIMD) und Strategische IT-Partnerschaften (SIP). Das SCLab hat einen wissenschaftlichen Ansatz auf verschiedenen Ebenen, je nach der betreffenden Gruppe. Wichtiger ist, dass es den Charakter einer Unterstützungsgruppe hat: Die Pflege der Modellierungsinfrastruktur und deren Weiterentwicklung unter wissenschaftlicher Leitung in einem strategischen Sinne, bei der Konzeption, Entwicklung und Implementierung von Komponenten der Modellierungsinfrastruktur sind die wichtigsten Tätigkeiten der Einheit, wobei der Schwerpunkt auf den zentralen Projekten Sapphire und Ruby liegt.

Im Bereich des Hochleistungsrechnens arbeitet das MPI-M über das SCLab sehr eng zusammen mit dem Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ), aber auch mit anderen Institutionen der Partnership for Advanced Computing in Europe (PrACE) und der Gauß-Initiative. Von sehr großer Bedeutung für das MPI-M ist die Beziehung zum Deutschen Wetterdienst (DWD) als Hauptentwicklungspartner des ICON-Modells und einem wichtigen Akteur auf dem Gebiet der Wetter- und Erdsystemmodellierung in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit dem DWD und dem DKRZ für die Softwareentwicklung und Leistungsoptimierung sowie mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) für chemische Modelllösungen sowie der Ausbau dieser Partnerschaft sind von zentraler Bedeutung für das MPI-M und die nationale Modellierungslandschaft in Deutschland. Diese Partnerschaften werden auch die Rolle des MPI-M bei größeren Aktivitäten auf europäischer Ebene fördern, wie z.B. die Infrastrukturaspekte der Klimamodellierung, die vom Kompetenzzentrum für die Simulation von Wetter und Klima in Europa (ESiWACE), das vom DKRZ koordiniert wird, unterstützt werden. Das SIP entwickelt, fördert und pflegt solche Aktivitäten.

Die Ziele von CIMD stehen in engem Zusammenhang mit der technischen Weiterentwicklung der Erdsystemmodelle und deren Forschungsanwendungen am MPI-M. Technologische Anforderungen, die sich aus den Projekten Sapphire und Ruby ergeben, sowie der technologische Wandel im HPC-Bereich müssen frühzeitig erkannt werden, um eine solide Infrastruktur für diese anspruchsvollen Projekte zu schaffen. Die Teilnahme an innovativen, extern finanzierten nationalen und internationalen Kooperationsprojekten trägt dazu bei, die Entwicklung einer Infrastruktur zu fördern, wie sie für die zukünftige Modellierung des Erdsystems erforderlich ist. Neben der direkten Unterstützung der laufenden Modellentwicklung besteht die Aufgabe dieser Gruppe darin, neue Entwicklungen und Technologien zu identifizieren und deren Nutzbarkeit für die am MPI-M verwendete technische Infrastruktur sicher zu stellen.

CIS entwickelt und unterstützt eine IT-Umgebung, die es Wissenschaftlern ermöglicht, das sich ändernde Erdklima zu verstehen, unter anderem mit einer gut funktionierenden Schnittstelle zur DKRZ-Umgebung. CIS stellt eine zentralisierte IT für das MPI-M zur Verfügung, da zentralisiertes Know-how und Erfahrung eine effektive, konsistente und kosteneffiziente Unterstützung gewährleisten. Dies reicht derzeit von der Hardwarebeschaffung und -reparatur, der Softwareumgebung und den Webseiten bis hin zur Server- und Netzwerkadministration sowie der zentralen Speicherung. Weitere neue Dienste werden in enger Abstimmung mit den wissenschaftlichen Zielen des MPI-M entwickelt und eingesetzt. Eine breite Palette von Anwendungen, Servern und Hardware wird benötigt, um die beste Forschungsumgebung für die Mitarbeiter*innen zu schaffen. Weitere detaillierte Informationen über die Dienste von CIS finden Sie im Wiki des MPI-M.