Ist die Abwärme der Aktivitäten des Menschen wichtig für das Klima?

Nein. Denn die Sonne liefert der Erdoberfläche pro Zeiteinheit und Flächeneinheit die fast 10000-fache Energie, nämlich 342 Wm-², im Vergleich zu derjenigen, die wir durch Industrie, Verkehr, Wohnen, Landwirtschaft und andere Aktivitäten bei Nutzung fossiler Energien und des Kernbrennstoffes Uran an die Atmosphäre oder die Gewässer abgeben (0.03 Wm-²). Die mittlere Abwärme des menschlichen Körpers, etwa 100 Joule Energie pro Sekunde (also 100 Watt pro Person), liegt gemessen an unserem Energieversorgungssystem in den Industrieländern im Mittel nur im Bereich von wenigen bis einigen Prozent davon. Da sie Teil des natürlichen Energiehaushaltes ist, denn der Kohlenstoff in unserer Nahrung würde wenn nicht durch uns durch andere Lebewesen als Kohlendioxid ausgeatmet, ist sie hier nicht mitzuzählen. Durch Abwärme aus der Nutzung fossiler Energieträger und des Kernbrennstoffes Uran verändern wir globales Klima also nicht merklich im Vergleich zu dem Strahlungsantrieb durch Treibhausgasemissionen, der bereits etwa 3 Wm-² erreicht hat und noch stark ansteigt.