Erster Hackathon am MPI-M

Credit:MPI-M

Vom 20. bis 21. August 2018 trafen sich Wissenschaftler- und Programmierer*innen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) und des Deutschen Klimarechenzentrums (DKRZ) erstmals zu einem gemeinsamen Hackathon. Aus den Wörtern „Hack“ und „Marathon“ setzt sich der Name für diese spezielle Art von Veranstaltung zusammen. 24 Stunden lang und frei von jeglicher Alltagsroutine beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Methoden und Techniken zur Analyse von globalen, wolkenauflösenden Simulationen im Rahmen des Projektes DYAMOND (Dynamics of the Atmospheric general circulation Modeled On Non-hydrostatic Dynamics). Dieses Projekt bildet den Rahmen für den erstmaligen Vergleich neuartiger hochauflösender atmosphärischer Zirkulationsmodelle, die den Wärmetransport in der Atmosphäre und die dafür zugrundeliegenden strömungsdynamischen Gesetze besser repräsentieren als die herkömmlichen Modelle. DYAMOND ist dabei Bestandteil des neuen strategischen ICON-Projektes Sapphire, dessen Ziel es ist, die Darstellung des gekoppelten Klimasystems für höhere Auflösungen voranzutreiben, so dass z.B. konvektive Stürme in den Tropen und mesoskalige Ozeanwirbel in den Extratropen explizit dargestellt werden können.

Eine besondere Herausforderung beim Rechnen mit diesen Modellen sind die hohen Datenraten und das massive Datenvolumen, was die Analyse solcher Simulationen oftmals erschwert. Die Teilnehmenden des Hackathons werden sich genau dieser Problematik widmen. Dazu bilden sie Teams, formulieren Analyseziele, und „hacken“ gemeinsam die besten Tools und Methoden aus, um diese zu erreichen. Getestet wird anhand vier verschiedener hochauflösender Atmosphärenmodelle, darunter ICON-A, die Atmosphären-Modellversion des neuen ICON-Erdsystemmodells.
 
Welche Methoden und Tools sind wirklich hilfreich? Wie leicht ist deren Handhabung? Was bedeutet dies für die Computerinfrastruktur? Wie kann und muss diese verbessert werden, um die neuen wissenschaftlichen Möglichkeiten der hochauflösenden Modelle bestmöglich nutzbar zu machen? Mit dem Zusammenbringen unterschiedlicher Expertisen, dem Austausch von Ideen und Wissen im kreativen Umfeld bildet der Hackathon den idealen Rahmen, erste Antworten auf diese Fragen zu finden und ein Momentum zu erzeugen, sich zukünftig verstärkt dieser komplexen Thematik gemeinsam anzunehmen.

Weitere Informationen:
Projekt DYAMOND
Globale hochauflösende Modellierungsaktivitäten am DKRZ

Kontakt:
Prof. Dr. Bjorn Stevens
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel.: 040 41173 422 (Assistentin Angela Gruber)
E-Mail: bjorn.stevens@we dont want spammpimet.mpg.de