Verwaltungszentrum für Chinas Agenda 21 besucht MPI-M

Eine Delegation hochrangiger Vertreter des Verwaltungszentrums für Chinas Agenda 21 (ACCA21) des chinesischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie besuchte am 29. April das Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) und das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ).

Das ACCA21 wurde 1994 gegründet, um die politisch und strategisch relevante Forschung im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu fördern und die internationale Zusammenarbeit und den Austausch mit Partnerinstitutionen in diesem Bereich auszubauen.

Ziel des Besuchs war es daher, die aktuelle Forschungsagenda des Instituts vorzustellen, neueste Entwicklungen und Zukunftspläne auszutauschen und das Potenzial für gemeinsame Forschungsprojekte auszuloten.

Das Treffen begann im DRKZ, wo die chinesischen Gäste zunächst den Höchstleistungsrechner "Mistral" für die Erdsystemforschung besichtigten. Anschließend wurde das Meeting am MPI-M fortgesetzt. Dem Überblicksvortrag zum Institut von Prof. Jochem Marotzke folgten wissenschaftliche Präsentationen aus allen drei Abteilungen, gepaart mit Vorträgen der chinesischen Gäste.

Die Wissenschaftler*innen des MPI-M präsentierten unter anderem die technologische Entwicklung der globalen sturmauflösenden Simulationen mit ICON und die vielversprechenden Ergebnisse des ersten internationalen Vergleichsprojekts von globalen sturmauflösenden Modellen (DYAMOND). Sie berichteten über ein laufendes Forschungsvorhaben in Kooperation mit der Chinesischen Akademie für Meteorologie, bei dem ICON auf den chinesischen Supercomputer TaihuLight portiert wird, um auf diesem System erstmals globale sturmauflösenden Simulationen mit ICON durchzuführen.

In weiteren Vorträgen gaben die Wissenschaftler*innen Einblicke in einige der aktuellen Forschungsarbeiten, z. B. zur Begrünung der Erde durch Landnutzung, zum besseren Verständnis der Steuerungsprozesse der Mensch-Erdsystem-Wechselwirklungen sowie zur Erarbeitung von Anpassungs- und Minderungsstrategien. Die chinesischen Ministeriumsvertreter*innen waren sehr interessiert an der aktuellen Modellierungs- und Forschungsstrategie des Instituts. Sie berichteten über Änderungen der Klimaextreme in China und deren Folgen und stellten die nationale Anpassungsstrategie und den Aktionsplan für den Klimawandel vor.

Weitere Informationen:
Über ACCA21 (nur auf Englisch) 

Kontakt:
Dr. Chao Li
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Telefon: +49 40 41173 458
E-Mail: chao.li@we dont want spammpimet.mpg.de